German English French Italian Portuguese Russian Turkish

Social Bookmarks

FacebookTwitterGoogle BookmarksLinkedin

PC-Visit-Zugang

Kunden-Modul pcvisit Support 15.0 starten

Aufzug im Brandfall nicht benutzen

Düsseldorf, Rhein-Ruhr-Flughafen,11. April 1996

16:05 Uhr: Aus dem Aufzug 41 geht der erste Alarm bei der Betriebsleitwarte (“Station M“) ein. Der Aufzug steht in der Ankunftsebene mit geöffneter Tür, durch die der dichte schwarze Rauch eindringt und die Türschliessung blockiert - so daß der Aufzug nicht mehr wegfahren kann. Wegen des dichten Rauchs können die Insassen nicht erkennen, daß direkt neben der Aufzugstür ein rettender Ausgang ist.

Bis 16:10 Uhr gehen weitere fünf Alarme aus diesem Aufzug ein. Der Techniker in der Station M hat Sprechverbindung zu den eingeschlossenen Personen, die ihre bedrohliche Lage klarmachen. Er verständigt die zuständigen Mechaniker, die bereits wegen eines anderen Aufzugsdefektes in der Nähe sind. Die Mechaniker kommen wegen des Rauchs nicht mehr an die Aufzüge bzw. den Maschinenraum auf dem Dach heran. Sie informieren später die Feuerwehr. Fünf Menschen sterben im Aufzug 41.

16:06 Uhr: Aus dem Aufzug 36 geht ein Alarm ein. Von der Station M aus werden Mechaniker verständigt (Ablauf wie bei Aufzug 41). Zwei Menschen sterben im Aufzug 36.

Unabhängige Sachverständigen Kommission beim Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen zur Prüfung von Konsequenzen aus dem Brand auf dem Rhein-Ruhr-Flughafen Düsseldorf.

Bericht- Teil I, Analyse des Brandes am 11. April 1996 - Empfehlungen und Konsequenzen für den Rhein-Ruhr­ Flughafen Düsseldorf, 14. April 1997, S. 2 - 19 f.

Verfasser: Welnspach, Gundlach, Klingelhöfer, Nitschke, Ries, Schneider

Im Brandfall können sich Rauchgase ungehindert über Aufzugsschächte in andere Geschosse verbreiten, die Rettungswege versperren - und damit zu einer tödlichen  Gefahr für Leib und Leben werden.