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Mistral RVA in Hochhäusern

Ist die Physik bei RVA´s in Gebäuden mittlerer Höhe verhältnismä­ßig unproblematisch, so müssen bei Hochhäusern > 22 m und besonders bei sehr hohen Hochhäusern > 60 m die physikalischen Rahmenbedingungen bei der Realisation berücksichtigt werden.


Auslegungsparameter

Die EN 12101-6 schreibt für die Auslegung von Gebäuden mit höheren Sicherheitstechnischen Anforderungen vor:

eine Druckdifferenz von 50 Pa  ±  10% zwischen
Treppenraum und Nutzungsbereich
eine Türöffnungskraft von 100 N
eine Luftgeschwindigkeit bei geöffneten Schleusentüren
auf der Bandetage von > 0,75 m/s bzw. ≥ 2 m/s für
den Fall der Brandbekämpfung



Druckverluste im Treppenraum

Wird die Außenluft an einer einzigen Stelle des Treppenraumes eingeblasen (vorzugsweise im EG-Bereich), bestimmt die Geom­etrie des Treppenraumes, wie stark Reibung und Leckagen Druckverluste in Abhängigkeit der Höhe verursachen.

Bei sehr engen und sehr hohen Treppenräumen kann dies zu einer Abnahme des wirksamen Differenzdruckes führen.

Die zur Durchströmung der Tür auf der Brandetage notwendige Luftgeschwindigkeit von ≥ 2 m/s wird hierdurch auf den oberen Etagen nicht mehr erzielt.


Multiple Einblasung in den Treppenraum

Um die Homogenität eines gleichmäßigen vertikalen Druckaufbaues zu realisieren, ist es unumgänglich, über mehrere Einblasstellen in den Treppenraum die notwendige Druckdifferenz in jeder Höhe aufrechtzuerhalten.


Redundanz der Anlagentechnik

Für sicherheitsrelevante Anlagen in Hochhäusern sollte  zur Sicherstellung der Verfügbarkeit die Außenluftansaugung mit Redundanz ausgeführt werden.

Die Sicherheit der Abströmöffnung muss durch Verwendung geprüfter und zugelassener Komponenten und eine permanente Überwachung gewährleistet werden.